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07.08.12

Hier ist eine Methode, die Schülern hilft, bessere Aufsätze zu schreiben

Für die meisten Schüler ist es der nackte Horror, einen Aufsatz schreiben zu müssen. Sie sind wie blockiert, wissen nicht an welcher Stelle oder womit man anfangen soll und was man vielleicht besser auslassen sollte. Abgesehen vom Inhalt, gibt es dann noch diese lästigen Erfindungen, wie z.B. Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung, usw.

Dabei dient das Schreiben von Aufsätzen gleich mehreren guten Zwecken: Denn sie dienen a) der Informationsvermittlung, und sind b) somit als Vorbereitung auf Interpretationen, Zeitungsartikel, Essays, Fachartikel oder Erörterungen zu betrachten. Der Leser soll durch den Aufsatz über bestimmte Dinge informiert und im besten Fall zum Nachdenken angeregt werden.

Darüber hinaus haben Aufsätze c) auch einen wohltuenden, beinahe „therapeutischen“ Zweck: Der Verfasser verarbeitet in seinem Aufsatz Erfahrungen und Gefühle, sei es Freude, Angst oder Trauer, Begeisterung, Wut oder Enttäuschung. Der Leser wiederum sammelt beim Lesen des Textes neue Erfahrungen, erlebt die Emotionen mit und lernt unbewusst Neues hinzu. Dabei spielt es keine besondere Rolle, ob der Aufsatz einen wahren Erlebnisbericht darstellt oder eine fiktive Kurzgeschichte. Immer geht es dabei um die Vermittlung von Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen - und letzten Endes darum, Erinnerungen festzuhalten und sozusagen schriftlich abzuspeichern.

Was wüssten wir über die Geschichte der Menschheit, ohne das „schriftliche Gedächtnis“ der letzten zweitausend Jahre? Und die Themen, über die man schreiben kann, sind schier unerschöpflich!

Wie genau muss man es also anstellen, um einen „guten“ Aufsatz zu verfassen?
Der weltberühmte Autor des Romans „Das Dschungelbuch“, Rudyard Kipling, fasste es in einem Gedicht („The Elephant’s Child“) zusammen:

„I keep six honest serving men
They taught me all I knew
Their names are What and Why and When,
And How and Where and Who.”

„Sechs ehrliche Diener hab ich,
sie lehrten mich, was ich kann.
Sie heißen was, und wie und wo,
sie heißen warum und wer und wann.“

Bevor man anfängt zu schreiben, sollte man also wenigstens grob wissen, was in etwa das Thema des Aufsatzes sein soll. Wo spielt meine Erzählung? Wie und warum passiert das, was beschrieben wird? Wann geschieht das alles? – Und, das Allerwichtigste: Wer sind die Hauptpersonen? Gerade die sollte man sehr gut „kennen“. Ihr Aussehen muss uns ebenso bekannt sein, wie ihre Vorlieben und Abneigungen, ihre besonderen Fähigkeiten und ihre Schwächen, ihre Art zu sprechen, usw.

Damit der Leser meinem Aufsatz gut folgen kann, muss ich alles beschreiben, was ihm nicht bekannt ist. Ich muss mich immer in die Rolle des Lesers hineinversetzen. Sind meine Sätze zu lang? Weiß man am Ende nicht mehr, wie der Satz anfing? Dann mache ich aus einem langen Schachtelsatz lieber zwei oder drei kürzere. Der Leser soll nicht jeden Satz drei Mal lesen müssen, bevor er versteht, was ich ihm sagen will.

In der Einleitung beschreibe ich am besten die Personen, die in dem Aufsatz eine wichtige Rolle spielen. Außerdem sollte die Einleitung neugierig auf das Thema des Aufsatzes machen. Auch kann man dort beschreiben, wo die Geschichte spielt und zu welcher Zeit. (Heutzutage, in einem TV-Studio? Oder doch besser auf einem Piratenschiff in der Südsee, vor vierhundert Jahren?)

Im spannenden Hauptteil wird ein Problem, ein Geheimnis oder ein Konflikt aufgeworfen. Im Schlussteil endlich wird das Problem gelöst, das Geheimnis aufgedeckt und der Konflikt beendet, weil entweder einer der beiden Kämpfer gewinnt, unerwartet von Außerirdischen entführt wird, oder weil beide Streithähne sich plötzlich wieder vertragen, als sie erfahren, dass Weihnachten vor der Tür steht. (Nur als Beispiel.)

Um beim Lesen keine Langeweile aufkommen zu lassen, sollte man darauf achten, nicht ständig dieselben Satzanfänge zu verwenden. Statt laufend „und dann, und dann, und dann“ zu schreiben, könnte man Sätze auch mit „Zuerst…“ beginnen, oder mit „daraufhin“, „anschließend“, „plötzlich“, „auf einmal“, „endlich“, „nun“, „nebenbei“, „nachher“, „deshalb“, „damit“, „später“, „abschließend“, usw. usf.

Überhaupt sollte man Wiederholungen in der Wortwahl vermeiden. Wenn „Lisa lief“, dann reicht das völlig aus, dass sie einmal „lief“. Denn, falls es gleich wieder heißt: „…lief Lisa um ihr Leben“, „und dann lief sie zur Post“, und „als sie danach nach Hause lief, lief ihr die Nase auch noch“… dann ist das entweder sterbenslangweilig oder unfreiwillig komisch.

Statt „lief“, könnte man auch „rannte, hastete, stolperte, eilte“ oder „jagte“ verwenden.

Auch ist es sinnvoll, Logik- oder Anschlussfehler zu vermeiden: Wenn der Top-Agent John Clearwater mit seinem schwarzen BMW zum FBI-Hauptquartier fährt, dann wird der Leser sich extrem darüber wundern, weshalb John schließlich „vor dem Hauptquartier der CIA aus seinem roten Ferrari stieg“.

Wenn sich der süße Donnie der verliebten Julia als „DJ“ vorstellt, dann sollte er im nächsten Satz kein „Metzger“ oder „Elektriker“ sein. Und wenn Julia sich „aufgeregt durch ihre langen blonden Haare“ streicht, sollte sie im nächsten Satz nicht plötzlich „schwarze Dreadlocks“ auf dem Kopf haben. Klar soweit? (Die wachsen einem nämlich nicht innerhalb von Sekunden! Na ja, meistens, jedenfalls…)

Hilfreich ist es, sich zunächst einmal eine Gliederung zu erstellen, in der man die wichtigsten Infos notiert, (John: Held, Archie: Gangster, Ort: New York, Zeit: 1999), sowie einen groben Handlungsablauf, wie z.B.: „Der Gangster Archie entführt die reiche Tochter des Millionärs, um ein Lösegeld zu erpressen. John, arbeitslos, hatte eigentlich dasselbe vor, wird aber irrtümlich für einen Detektiv gehalten, der die Tochter befreien will. Der Millionär verspricht ihm fünf Millionen Dollar, wenn John dessen Tochter rettet.

Das Problem: Archie wird die Entführte in genau zehn Minuten vom Empire State Building stürzen, und mit dem Taxi braucht John mindestens eine halbe Stunde, um dort anzukommen… aber da kommt er zum Glück auf eine irrsinnige Idee…“

Klingt, als könnte das ein spannender Aufsatz werden, oder? Jetzt müssen wir nur noch wissen, worin diese „irrsinnige Idee“ besteht und wie John es schließlich doch noch schaffen will, die Tochter des Millionärs zu retten und vorher nicht von Archies Maschinenpistole durchsiebt zu werden.

Wenn du mehr darüber wissen willst, wie man seinen Ausdruck verbessern, interessante Themen finden und spannende Texte schreiben kann, (und noch vieles, vieles mehr), wirf mal einen Blick in unseren heißen Buchtipp „High School Secrets“!

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